Hochzeitsfotos-Guide Kapitel 8

Häufig gestellte Fragen

Wie lange müssen wir auf unsere Hochzeitsfotos warten?

Gebt dem Fotografen Zeit. Die Sichtung und Bearbeitung der Aufnahmen ist ein kreativer Schaffensprozess. Die Bearbeitung einer Hochzeitsreportage kann schnell die 50 Stunden Marke sprengen. Es nützt nichts, wenn ihr drängelt, das ist eher kontraproduktiv für eure Bilder. In der Hochsaison sind 6-8 Wochen eine realistische Wartezeit. Auch ein Wolf ist keine Maschine.

Und wenn wir nicht warten können?

Ich kenne ja meine ungeduldigen Bräute. In den meisten Fällen verschicke ich ein paar Tage später eine kleine Preview mit Bildern. Fragt einfach bei eurem Hochzeitsfotografen lieb nach.

Erzählst du mir bitte die Geschichte von der Braut und dem Makeup?

Es war einmal ein Brautpaar und ihr Fotograf... Nein, im Ernst. Bitte bitte wähle ein Makeup aus, das zu dir passt. Viel hilft nicht viel. Bist du eher eine natürliche Persönlichkeit, halte das Makeup auch dezent. Alles andere wäre nur eine Verkleidung und am Ende gefällst du dir nicht. Dort kann so viel schief gehen. Oft bieten Hairstylisten das Makeup gleich im Paket mit an. Persönlich halte ich das für einen Fehler. Warum? Sie mögen dir zwar eine tolle Frisur zaubern, aber Makeup ist eine eigene Kunstform und dafür gibt es Spezialisten – Visagistinnen. Sie sind echte Profis auf dem Gebiet und sehen, was gut zu dir passt- und was eben nicht. Ein anständiges Tageslicht- und Fotomakeup ist Gold wert. Investiere das Geld, du wirst es nicht bereuen. Dein Hochzeitsfotograf kann dir bestimmt auch mit Kontakten weiterhelfen.

Was passiert, wenn unser Fotograf krank wird oder verhindert ist?

Es kann immer etwas Unvorhersehbares passieren. Ein Stau oder Unfall – andere medizinische Notfälle. Besprecht mit eurem Fotografen einen Notfallplan. Im Normalfall sollte er eine Liste mit Kollegen haben, welche er in einer Notsituation kontaktieren kann. Alternativ können soziale Netzwerke auch gute Dienste leisten.

Wie ist das mit der kirchlichen Trauung und den Fotos?

Sprecht bitte mit dem zuständigen Pfarrer. Diese werden gern im Vorfeld gefragt und erteilen auch meist ihren Segen (die Ausnahme bilden hier einige bayrische erzkatholische Pfarrer).

Lohnt sich ein Weddingplaner?

Persönlich denke ich: Ja. Er hat wesentlich mehr Erfahrung und Kontakte und kann eure Traumhochzeit umsetzen. Darüber hinaus spart ihr euch den ganzen Planungsstress und habt mehr Zeit für einander.

Wo bestellen wir unsere fertigen Hochzeitsbilder?

Bitte lasst die fertigen Hochzeitsbilder nicht beim Discounter oder im Drogeriemarkt entwickeln. Die angebotenen Instantdrucker liefern eine schlechte Qualität, verfälschte Farben und das Papier ist meist minderwertig. Die Ausdrucke werden euren Bildern nicht gerecht. Fragt bei euren Fotografen nach einer guten Onlinedruckerei. Diese liefern meist sehr schnell in einer überragenden Qualität, wie man sie aus dem lokalen Fotostudio kennt.

Können/sollten Gäste während der Trauung fotografieren?

Generell: Natürlich. Es ist nur ein Problem, wenn Gäste für ein Foto im Bildausschnitt stehen oder mit ihren Kameras blitzen. Fotografen arbeiten meist mit lichtempfindlicher Ausrüstung, um das natürliche Umgebungslicht einzufangen. Ein einfacher Blitz kann da im falschen Moment schon das Bild ruinieren.

Was müssen wir sonst noch so beachten?

1. Mein alter Herr sagt immer: So wie es in den Wald hinein schallt.....so schallt es auch wieder heraus. Künstler sind manchmal etwas eigen, begegnet eurem Fotografen mit Liebe und Geduld, so wird er diese auch in eure Bilder einfließen lassen.

2. Kümmert euch um euren Fotografen. Wenn er den ganzen Tag auf den Beinen ist und konzentriert arbeitet, soll es ihm auch gut gehen.

3. Dazu gehört auch ein eigener Platz für ihn bei eurer Hochzeitsgesellschaft.

4. Habt ihr eure Bilder erhalten und liebt sie? Lasst es euren Fotografen und Bekanntenkreis wissen. Glückliche Bräute und nette Worte sind Balsam für seine Seele.

5. Wenn ihr die Bilder für das Internet, für soziale Netzwerke oder ähnliches verwendet: Bitte! verändert die Fotos nicht mit diversen Handyfiltern oder Ähnlichem. Euer Fotograf hat sich bei den Farben und beim Bildschnitt etwas gedacht. Ihr kauft auch kein Bild und schmiert mit Farbe darin herum (es wäre euer gutes Recht, aber ich denke, ihr versteht mein Anliegen).

6. Und bitte fotografiert die Bilder nicht vom Monitor ab, sondern nutzt die gelieferten und für das Internet optimierten Dateien.

7. Solltet ihr neben dem Fotografen noch einen Kameramann für einen Hochzeitsfilm engagiert haben, stellt zwischen den beiden Kontakt her. So können sich beide Parteien im Vorfeld kurzschließen und es gibt am Hochzeitstag keine Missverständnisse.