Hochzeitsfotos-Guide Kapitel 4

Glaubt nicht alles, was ihr seht

Es gibt viele Hochzeitsfotografen. Die einen mehr, die anderen weniger professionell. Viele haben einen eigenen Stil entwickelt – andere kopieren nur. In erster Linie muss euch die Bildsprache des Fotokünstlers gefallen. Farben, Kontraste, Lichter und Blickwinkel sind hier besonders wichtig.

Schaut man durch die einzelnen Portfolios der Fotografen, tauchen teilweise atemberaubende Bilder auf. Ein unfassbar schönes Hochzeitspaar vor einer wunderschönen Kulisse, nahezu perfekt in Szene gesetzt. Aber halt... etwas stimmt nicht.

Das Stichwort lautet hier: Styledshoot

Was ein Styledshoot ist, fragt ihr euch? Der Fotograf bucht sich ein professionelles Model/Paar im Hochzeitsdress. Models mit jahrelanger Erfahrung, sicherem Posing und perfekten Fotokonditionen. Mit den „Fakebräuten“ hat der Fotograf dann den ganzen Tag Zeit, entspannt zu fotografieren.

Leider kommt es zu oft vor, dass diese Bilder dann im Portfolio auftauchen. Böse Zungen würden jetzt sagen: Da werden Träume verkauft. Leider ist das den meisten Bräuten nicht bewusst.

Bei den Hochzeitsportraits trennt sich die Spreu vom Weizen. Kann der Fotograf in einem sehr knappen Zeitrahmen und teilweise unbekannten Locations Bilder voller Seele und Emotionen fotografieren?

Zusätzlich mit einem vermutlich gestressten und unerfahrenen Brautpaar?

Mal ehrlich, wie oft steht der Normalbürger vor der Kamera? (Selfies zählen hier nicht :))

Lasst euch bei einem Treffen definitiv eine komplette Hochzeitsreportage zeigen. Vom Getting Ready bis zur Trauung – über die Hochzeitsportraits bis hin zur Feier. Wenn euch die Serie und der Stil gefallen, die Rahmenbedingungen stimmen – ihr ihm euren besonderen Tag anvertraut – bucht ihn.